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Le1f

Henry Alves Alle, Band, Freitag

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Le1f USA

Future – Der New Yorker Rapper Le1f ist zum virtuellen Avatar der Fashion- und Musikszene geworden. Seine Musik ist vielfach kodiert, seine Auftritte ein Spiel aus Stimme und Körper. Seine Tracks sind komplexe Hybride aus Elektro, HipHop und Grime.

 
 
 

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Zeit

13.08.16 – 01:00

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Bühne

Affekt

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Labels

Terrible Records
Camp & Street

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Links

Das letzte Stück auf Le1fs aktuellem Album „Riot Boi“ heißt „Change“ und ist ein transzendentaler Protest gegen Ausgrenzung und Unterdrückung. Er wird getragen von wässrigen Melodien, dem gehauchten Gesang von Devonté Hynes und der opulenten Stimme von Le1fs Mutter, eine professionelle Opernsängerin, die das Stück in eine Kathedrale aus Hoffnung verwandelt. „Do you think we can start a revolution, baby?”, fragt sie. Das Stück erzählt wenig über Le1fs Ästhetik und ist gerade deshalb so genial. Als Abgrenzung vom sonst so hyperaktiven Rapper, der im Turbomodus mit verquer-verqueeren Sounds und kratzender Stimme das Hype-verwöhnte Internet alt aussehen lässt, weil er mit Hochgeschwindigkeit und politischer Direktheit so ziemlich alle Themen berührt, die hochsensibel sind. Sexismus, Rassismus, Hass, Sex, Körper. Düster lasziv-nuschelnd entwickelt Le1f einen Flow, der mit der Eile des Digitalen überlistet. Und ständig fragt er, wie ein Leben aussieht, das nicht dem Diktat der Mächtigen folgt. Seine Antworten sind außerirdische Elektrosounds und Performances, die Angebote sind, die heteronormativen Präfigurationen unserer Zeit neu zu kartographieren, oder am besten gleich zu überwinden.