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Sevdaliza

Henry Alves Alle, Band, Samstag

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SevdalizaNL/IRN

Future-Pop, R’n‘B – Vom Leistungssport zur Zukunftsmusik. Sevdaliza ist Musik gewordene Internet-Inszenierung. Ihre Karriere als Basketballerin hat sie eingetauscht gegen tiefe Bässe, schimmernde Vocals und feinfühlig arrangierte Rhythmik.

 
 
 

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Zeit

13.08.16 – 23:00

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Bühne

Affekt

Ein Klackern in Stereo, das Knacken einer Schallplatte, dann klarer Gesang, der sich überlagert und von überall herkommt, nur nicht von dieser Welt. So beginnt das sanft-mäandernde „Marilyn Monroe“. Ein nachdenkliches Stück, das viel erzählt über diese Niederländerin mit iranischen Wurzeln, die mit 16 Profi-Basketballerin wird, nur um zu merken, dass der ständige Leistungsdruck nicht glücklich macht. „I’m tryin’ to fix myself“, singt sie. Es ist die Parabel auf ihr Leben als Pop-Persona. Ihre Stücke sind fragile elektronische Ideen, ein bisschen R’n’B, ein bisschen Chaos, mal gen Himmel schreitend, mal sanft und hypnotisch. Die Nähe zu FKA twigs ist erstaunlich. Beide Künstlerinnen suchen nach (Un-)Möglichkeiten im digitalen Dickicht, beide sind performative Subjekte, endlos mit Bedeutung aufgeladen. „I’m everything you want me to be”. Sevdaliza ist ein Hybrid aus posthumanem Cyborg-Mythos und herausfordernder Körperlichkeit. Sie ist die Bildbearbeitung ihres eigenen Selbst. Niemand kennt ihren Namen, aber es gibt Fotos, da ist sie nackt und schaut Zigarette rauchend auf ein Smartphone. Nie ist klar, was sie ist. Mensch oder Maschine oder Mensch-Maschine? Sevdaliza, das ist Musik im Zwischenraum.