Freitag
01.06.18

Europe is dead what’s next?


Europa zwischen Abschottung und Diversitätsmaßnahmen. Während die globale Ungleichheit wächst, läuft Diversität heute unter dem Stichwort Tokenism Gefahr, Personen einseitig zu Repräsentant*innen marginalisierter Gruppen zu machen. Wie kann künstlerischer Austausch stattfinden, wenn Mobilität ein Privileg ist? Wie kann eine bewusste Kulturpraxis aussehen, die die Vielfalt der Gesellschaft(en) widerspiegelt?

Diskussionsrunde


Datum: 01.06.18
Einlass: 18:00 Uhr
Beginn: 18:30 Uhr


Ein Wort geht um in Europa: Diversität. Es klingt hip und wichtig, führt auf dem Weg durch (kultur)politische Handlungsempfehlungen jedoch nicht selten zu Tokenism, der Stigmatisierung einer Person zur Stellvertreter*in einer marginalisierten Gruppe. Während in der Kulturbranche Europas weiter Diversity-Ansätze gepredigt werden, wächst die globale Ungleichheit, in der Mobilität noch immer ein westliches Privileg bedeutet. Längst hinfällig gewordene Strukturen müssen aufgebrochen werden. Wie können wir Diversität im Kontext gesellschaftlicher Umbrüche neu denken, ohne in der Sackgasse der Repräsentation zu enden? Wie kann eine bewusste Kulturpraxis die Vielfalt der Gesellschaft(en) widerspiegeln?


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Speaker*innen

Bahareh Sharifi

Programm Managerin Berliner Projektbüro für Divesitätsentwicklung

Bahareh Sharifi is currently the Program Manager of DIVERSITY ARTS CULTURE – Berliner Projektbüro für Diversitätsentwicklung (Berlin Project Office for Diversity development). She is responsible for developing the Empowerment and Awareness Program, organizing workshops and public events in cooperation with different institutions. From 2016-17, she was the diversity representative for the Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung (Berlin Project Fund for Cultural Education) consulting and developing diversity strategies for the funding program. She has been a freelance curator for different cultural institutions such as Kulturprojekte Berlin, Maxim Gorki Theater and the Deutsche Hygiene-Museum Dresden.

Jamila Al-Yousef

Projektmacherin, Doktorandin und Sängerin von “Jamila & The Other Heroes”

Jamila Al-Yousef ist Projektemacherin, Sängerin der Gruppe „Jamila & The Other Heroes“ und Doktorandin der Musiksoziologie an der Universität Hildesheim. Zuletzt leitete sie als Projektkoordinatorin das “Welcome Board”, eine Initiative zur Unterstützung geflohener Musikschaffender. Sie kuratiert transkulturelle Programme wie Arab* Underground auf der Fusion und war u.a. für Bukahara, Sasha Waltz & Guests, das Gorki Theater und Musicboard Berlin tätig. (Trans-)Kulturprojekte stehen bei ihr immer an der Schnittstelle zu gesellschaftspolitischen Belangen.

Khadija El Bennaoui

Kulturschaffende, Beraterin und Leiterin von Art Moves Africa

Khadija El Bennaoui bewegt sich als Kulturschaffende und Referentin an der Schnittstelle von Kunst, Kulturpolitik und Zivilgesellschaft mit Fokus auf den globalen Süden. Als Leiterin von Art Moves Africa (AMA) spielte sie eine maßgebliche Rolle im Prozess, Mobilität für Kulturschaffende von einem Privileg hin zu einer Norm für alle zu entwickeln. Ihr Fokus liegt dabei auf der MENA-Region (Middle East & North Africa). Khadija war außerdem Beraterin für den Young Arab Theatre Fund (YATF).


Julia Wissert

Künstlerin, Theaterregisseurin und Kulturjournalistin

Julia Wissert studierte in London Drama with Media und in Salzburg Theaterregie am Mozarteum. Nach ihrem Abschluss an der University of Surrey gründete sie das physical theatre collective “Los Banditos Perditos“. Im Anschluss an ihre Zeit in London folgten Assistenzen u.a. bei Thom Lutz, Jan-Christoph Gockel und Anna Bergmann. In ihrer schriftlichen Abschlussarbeit beschäftigte sie sich mit den Auswirkungen von strukturellem Rassismus innerhalb der Theaterinstitutionen auf Schwarze Theaterschaffende im deutschsprachigen Raum. 2017 gründeten sie und Künstler*innen aus Namibia und Deutschland das Kaleni Collective.

Moderation


Christoffer Horlitz

Wissenschaftler, Kurator und Student

Christoffer Horlitz ist Wissenschaftler und Kurator mit dem Fokus auf Sicherheits-, Migrations- und Digitalpolitik. Seit 2012 arbeitet er als Programmleiter des Kunst- und Politik-Festivals Fuchsbau Festival in Deutschland. Er studierte Politik- und Kulturwissenschaften in Leipzig und ist aktuell Masterstudent der internationalen Beziehungen, kritischen Theorie und Kunst an der New York University und der Humboldt Universität Berlin.

Veranstaltungsort


Gleis D
Hüttenstraße 22B
30165 Hannover


Eintritt


Spendenbasis