
Alles auf Neu – und jetzt? Ein Recap zum Fuchsbau Festival 2025
Was für ein Wochenende. Was für ein Neustart. Was für ein Fuchsbau.
Als wir Anfang des Jahres beschlossen haben, wieder alles auf Anfang zu setzen, wussten wir nicht, was uns erwartet. Neue Partner*innen, neue Orte, neues Gelände, ein neues Gefühl von Stadtfestival. Und jetzt, ein paar Monate später, sitzen wir da – immer noch müde (hört das irgendwann auf?), glücklich (hoffentlich hört das nie auf!), voller Notizen und mit ein bisschen Pipi in den Augen, wenn wir zum 100. Mal unseren Aftermovie schauen. Zeit für ein ehrliches Fazit.
Was richtig gut gelaufen ist
Die Zusammenarbeit.
Mit dem MusikZentrum, der Hüttenstraße und Gleis D haben wir Partner*innen gefunden, die nicht nur Flächen geöffnet, sondern Räume geschaffen haben. Orte, die uns vertraut haben, obwohl wir mit unseren Ideen manchmal selbst nicht hinterherkamen. Diese Allianz hat getragen – und das war zu spüren.
Der Sonntag. Eintrittsfrei. Befreiend.
Zum ersten Mal haben wir einen ganzen Festivaltag geöffnet, ohne Ticket, ohne Schwelle. Und ihr habt ihn angenommen: Familien, Jugendliche, Menschen, die spontan vorbei kamen und blieben. Danke an das Gleis D und die Mitglieder des Stadtjugendring, die uns tatkräftig bei der Gestaltung des Kinder- und Jugendprogramms für den Familientag unterstützt haben!
Kaum Lärmbeschwerden.
Ein Festival mitten in der Stadt ist immer ein Tanz auf dünnem Eis. Aber dieses Jahr? Fast keine Beschwerden. Viel Rücksicht, tolle Nachbarschaft, ein Stadtklang, der funktioniert hat.
Der erfolgreichste Restart seit Corona.
Mehr Besuchende, mehr Energie, mehr Vertrauen als in den letzten Jahren. Dazu viele neue Teammitglieder*innen, die das erste Mal ein Festival organisiert haben und Lust haben, es wieder zu tun. Für uns fühlt es sich an wie ein echter, stabiler Neuanfang. Ein „Wir sind wieder da“, diesmal mit Fundament.
Worin wir noch besser werden müssen
Wir haben in den Spiegel und in den Feedbackfragebogen geschaut. Dabei kam natürlich nicht nur Gutes raus. Hier eure Verbesserungswünsche:
Der Elektrofloor draußen.
Der war gedacht als ein Ort, an dem man immer tanzen kann. Ein kleiner Freiraum unter offenem Himmel. Und dann wurde er… eher ein Durchgang. Nicht cosy, nicht verbindend. Das nehmen wir auf unsere Kappe – und sagen ehrlich: Sorry dafür. Wir planen 2026 anders, besser, tanzbarer.
Die Lücken im Musikprogramm.
Timetable-Verschiebungen gehören zu jedem Festival, aber dieses Jahr waren es ein paar zu viel. Das hat Flows zerschossen und Vibes gebremst. Das soll nächstes Jahr runder laufen.
Barrierearmut.
Step by step erweitern wir unser Wissen im Bereich Barrierearmut und bemühen uns um immer bessere Umsetzung. Dieses Jahr hatten wir tollen Support von einer Person, die uns ehrenamtlich beraten hat. Und dennoch sind wir erst am Anfang. Und wollen weiter lernen, damit ging es bereits dieses Wochenende los. Danke an den Workshop mit Minzgespinst! https://minzgespinst.net/
Unser Team – wir müssen wachsen.
Wir sind ein tolles Team, aber trotz Zuwachs waren wir einfach zu wenige. Unser Anspruch ist hoch, und dem werden unsere Kapazitäten leider nicht immer gerecht. 2026 wollen wir das ändern, uns anders aufstellen. Wenn ihr Lust habt, Teil des Teams zu werden: kommt dazu!
Die Highlights, die ihr uns zurückgespielt habt
– Kabeaushé: Was ein Abriss, was eine Energie! Habt ihr auch euer Bier im Moshpit verloren?
– Eja: entpuppte sich als Secret Headlinerin, what a show, sie hat euch mitgerissen wie kaum eine andere. Wir glauben: EJA rockt bald bundesweit die Bühnen!
– Die Diskussionsrunden: Denn inhaltliche Tiefe ist neben Interdisziplinarität und experimentellem Booking schließlich Fuchsbau Markenkern 😉
– Die Goldfische: Egal ob jung oder alt, die leckeren Fische mit Kimchi oder süßer Füllung waren nicht nur Hingucker, sondern auch unfassbar lecker.
– Das Gelände: Ein verwunschener Ort mitten in der Stadt. Drückt die Daumen, dass er uns noch lange erhalten bleibt.
Und jetzt? 2026 ruft.
Danke für euer Vertrauen, euer Feedback, euren Humor, eure Geduld, eure Energie.
Seid ihr nächstes Jahr wieder dabei?
