Anna-Verena Nosthoff

Oldenburg, DE

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Anna-Verena Nosthoff ist Juniorprofessorin für Ethik der Digitalisierung an der Carl von Ossietzky Universität Oldenburg und Ko-Direktorin des Critical Data Lab (Humboldt-Universität zu Berlin/Universität Oldenburg). Zu ihren Forschungsinteressen und -fokussierungen zählen die Macht von Big Tech, der digitale Strukturwandel der Öffentlichkeit sowie Formen des Technikautoritarismus bzw. des Technikfaschismus. Jüngste Monografie: “Kybernetik und Kritik. Eine Theorie digitaler Regierungskunst” (Suhrkamp, 2026). Zuvor war Nosthoff u.A. Research Fellow an der Princeton University, der London School of Economics and Political Science und am Weizenbaum-Institut.


Silicon Valley’s “Tech Right” und der kybernetische Autoritarismus 
Elon Musk nennt X eine „kybernetische Superintelligenz“ und Menschen “Cyborgs”, der Datenwissenschaftler Alex Pentland meint gar, die Kybernetik sei überall, wie Luft. Diese Rede kommt nicht von ungefähr, wie der Vortrag anhand prägnanter Beispiele des Silicon Valley – von Musks DOGE, über Palantirs Gotham bis hin zum AGI-Hype – zeigt. Deutlich wird: Kybernetische Narrative und Technologien wie feedbacklogische Steuerung, die Idee einer Mensch-Maschine-Symbiose oder Konzepte automatisierter Informationsstaaten prägen digitale Regierungsweisen und Kontrollformen grundlegend. Im Zeitalter der Tech-Oligarchen münden sie in einen kybernetischen Autoritarismus. Ziel des Inputs von Anna-Verena Nosthoff wird es sein, das daraus hervorgehende neue Machtgefüge näher zu bestimmen. Im Anschluss möchten wir gemeinsam nach Alternativen fahnden: Was hieße es heute, nicht dermaßen regiert zu werden – und wie wäre es umzusetzen?


Credit: Kimi Palme

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