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Wem gehört ein Text, wem eine Stimme?


Wir laden drei historische Autor:innen zur gemeinsamen Lesung, die sich so noch nie begegnet sind, weil sie zu unterschiedlichen Zeiten gelebt oder überhaupt nie in einem Körper existiert haben, wenn sie überhaupt schon geboren sind.
In Texten von von Juli Mahid Carly, Paula Kläy und Julienne De Muirier kommen sie noch einmal zur Sprache.

Nach der Lesung sprechen die Autor:innen (jetzt wieder als sie selbst) über ihre Texte, über Kanon und Aneignung, Imitation und Uopie, Überschreibung und Verdrängung, Vorbilder und Stilbrüche:
Wie verändert sich der Umgang mit literarischen Texten im KI-Zeitalter? Was bleibt von einer Stimme, die sich beliebig imitieren lässt? Oder ist die Fixierbarkeit eines Stils überhaupt eine Illusion, sogar bei vermeintlich identischer Urheberschaft? Müssen wir die Literaturgeschichte ganz neu schreiben? Können wir das? Jetzt, hier?

Paula Kläy (*1997 / Zürich) studierte Szenisches Schreiben in Berlin. Beim Münchner Förderpreis 2023 gewann sie den Publikumspreis. In der Spielzeit 2024/25 war sie Hausautorin am Theater Münster. Ihre Stücke wurden u.a. am Schauspielhaus Graz, am RambaZamba Theater in Berlin und an den Münchner Kammerspielen uraufgeführt.

Julienne De Muirier ist Autorin für Prosa und Dramatik. Sie schrieb Stücktexte u.a. für das Residenztheater München und das Hessische Landestheater Marburg. In ihren Arbeiten beschäftigt sie sich mit Entfremdung, dem Leben in der Diaspora und dem Ich. Ihre Prosa wurde in Zeitschriften wie BELLA triste, Das NARR und defrag Zine veröffentlicht. 2023 wurde sie mit dem
Förderpreis des Literaturpreis Ruhr ausgezeichnet. Sie erhielt u.a. Stipendien von der Burg Hülshoff, dem Künstler*dorf Schöppingen und des 1:1 Mentoringprogramm des Literaturbüros NRW.

Juli Mahid Carly wurde 1997 in Baunatal geboren. Dann in Göttingen Deutsch und Geschichte, in Ludwigsburg Regie studiert und in Mumbai eine erfolglose Karriere als Bollywood-Tänzerin hingeschmissen. Juli gewann den Osnabrücker Dramatikerinnenpreis, den Wortmeldungen Förderpreis und ist 2026 ist sie Stadtschreiberin von Ludwigsburg. Bei seinen Uraufführungen macht Juli manchmal auch selbst Regie und steht auf der Bühne. 2025 war sie für den deutschen Theaterpreis FAUST nominiert.


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