Das Spatial Sound Spa ist eine Serie von Konzerten, Performances, Diskussionen und Kunst in der imposanten Barock-Architektur der Galerie Herrenhausen. Im Zentrum dessen steht eine räumliche und mehrdimensionale Hörerfahrung: Gemeinsam mit dem MONOM erschaffen wir die Installation 4DSOUND, welche es erlaubt Schall frei zu steuern, als wäre er ein Objekt im Raum.
In mehreren speziell komponierten Werken untersuchen Musiker*innen wie sich Sounds auf unsere Körper auswirken und wie der räumliche Klang als Instrument für elektronische und Ambient-Musik eingesetzt werden kann. Die ebenfalls neu konzipierte Tanz-Performance ‘Bitter Ends’ nutzt diesen Raum um ein Spannungsfeld zwischen Ballett, experimentellen Clubsounds und traditioneller indonesischer Gamelan-Musik zu bilden. Wie wirken unsere Körper zusammen, wenn sie denselben Klangerfahrungen unterliegen, wenn wir denselben Ton nicht nur hören, sondern im Raum spüren? Was bedeutet es, unsere Körper in die Hand unterschiedlicher Künstler*innen zu legen?
in Zusammenarbeit mit:

Bitter ends

Diese kollaborativ entwickelte Performance kombiniert Ballett und zeitgenössischen Tanz und lotet die Grenzen zwischen traditionellen Musikstilen und Clubkultur aus. Von balinesischem Gamelan bis hin zu elektronischer Tanzmusik: Rhythmen dienen als verbindendes Element, das kollektiv durch den menschlichen Körper in einem ritualähnlichen Setting erlebt wird. "Bitter ends" beschäftigt sich mit Fragen der physischen Grenzen und Distanzverschiebungen zwischen Körpern, während die Räume rekontextualisiert werden, in denen sie sich bewegen.

Das Projekt wurde von dem Choreographen Francisco Baños Diaz, dem Musiker und Klavierpädagogen (mohammad) adika rahman sowie dem queer-feministischen Clubkollektiv soft spot in Zusammenarbeit mit dem Fuchsbau Festival konzipiert und bringt lokale Talente für ein einzigartiges Erlebnis an zwei Abenden zusammen.

Bendik Giske presents ‘Cracks’ live

Mit seinem zweiten Album Cracks (erschienen am 27. August 2021) hat sich Bendik Giske in die Riege der spannendsten Saxophonist:innen weltweit katapultiert: Vom Feuilleton hoch gelobt, vom Guardian zum zeitgenössischen Album des Monats gewählt. Für das Fuchsbau Spatial Sound Spa wird das Album in Gänze in räumlichen Klang umgearbeitet und erweitert so Bendiks Ansatz imaginäre Orte zu schaffen, gegen die er anspielt.

Live Sound FX: Bridget Ferrill
4D Sound FX: William Russell

Pan Daijing presents ‘Half A Name’

Experimentelle Arten der musikalischen Erzählung sind das Steckenpferd der in Berlin lebenden chinesischen Künstlerin, Komponistin und Musikerin Pan Daijing. Ihre Arbeiten reichen von der Klangkunst über das Filmische bis hin zur Choreographie. Dabei spielen psychologische und emotionale Kontexte eine wichtige Rolle. Ihr Spiel mit Intimität und Spannung führt auch beim Spatial Sound Spa zu neuen Formen der sinnlichen Auseinandersetzungen mit sich selbst und der Umwelt. Ihre psychedelischen Noise-Kompositionen entstehen oft unter visuellen Eindrücken – ihrem kreativen Zugang. Daijing hat Arbeiten in internationalen Institutionen, Veranstaltungsorten und Festivals ausgestellt und aufgeführt, zum Beispiel im Tate Modern (London), Palais de Tokyo (Paris) und der Elbphilharmonie Hamburg.

Patrick Belaga

Patrick Belaga ist ein zeitgenössischer Cellist und Komponist. Durchdrungen von Improvisationen, vereinen seine Werke Einflüsse europäischer und nahöstlicher Klassik, Jazz und Folk. Belaga arbeitet interdisziplinär, zum Beispiel in seinen fortlaufenden Performance-Kollaborationen mit den Künstler:innen boychild und Wu Tsang. Zu seinen jüngsten Arbeiten gehört das auf PA-veröffentlichte Album ‘Blutt’. In Hannover präsentiert Patrick Belaga eine Neukomposition: Ein komplexes Klangbad, mehr anregend als meditativ.

Kali Malone

Kali Malones Solowerk setzt einzigartige Stimmsysteme in minimalistischer Form ein, um analoge und digitale Sounds zusammenzubringen. Oft in Kombination mit Instrumenten wie Pfeifenorgel, Streicher:innen, Chor und Blasinstrumenten. Ihre Musik zeigt eine seltene Form emotionaler Topographie, die Erhabenheit durch gotische Kanons und klopfende Muster offenlegt. Malones reiche harmonische Texturen, die sich wiederholen und ausdehnen, erzeugen eine fesselnde und unheimliche Tiefenschärfe. Die hier zu hörende mehrstündige Sound-Installation untersucht den Einfluss von Klang auf unsere Körper, wechselt zwischen Entspannung und Aufwühlung.

William Russell presents ‘Lost Spaces’

Lost Spaces ist eine von William Russell, dem Creative Director von MONOM, konzipierte Klangfilmreihe, die durch die Dokumentation und Weitergabe der natürlichen Schönheit und ihrer Zerstörung das Bewusstsein des Publikums für die natürliche Umwelt schärfen soll. In einer Reihe von virtuellen Sonic-Reality-Erlebnissen werden die akustischen Umgebungen der lebensreichsten natürlichen Ökosysteme der Welt detailgetreu nachgebildet. Russell unterlegt diese mit Musik und Frequenzen, welche die Vorstellungskraft der Zuhörer anregen - innere Visionen, die mit individuellen Erinnerungen und Erfahrungen überlagert werden. Lost Spaces wurde mit Hilfe einer von 4DSOUND entwickelten Technologie geschaffen: Klanghologramme sind hochgradig lebendige, räumliche Sound-Erscheinungen. Sie bereichern, erweitern oder verändern die Realität, wie wir sie wahrnehmen. William Russell erzählt eine Geschichte als hyperrealistische Audiokarte, ein klangliches Archiv dieser Umwelten, welche bald für immer verloren sein könnten.

Foto: Frankie Casillo

Aleksi Perälä

Colundi Music, das Tonsystem mit dem Aleksi Perälä seine Kompositionen generiert, hat es in sich. Der 1976 in Finnland geborene Musiker Aleksi Perälä hat mit seinem Partner Grant Wilson eine Tonskala entwickelt, die über die klassischen Halbtonintervalle hinausgeht und stattdessen aus 128 Tonsequenzen besteht. Statt sich an herkömmlichen Tonleitern und Oktaven zu orientieren, beruht die von Perälä seit nun schon über 20 Jahren entwickelte Musik auf der Feinabstimmung von Frequenzen. Inspiriert durch seine Auseinandersetzung mit Religion, den Arbeiten des finnischen Elektro-Pioniers Erkki Kurenniemi und Aphex Twin entwirft Perälä experimentelle Klänge. Diese reichen von zwielichtigem Ambient, zu Keyboardminiaturen und hypnotischem Acid.

Communal vibrations: Creating spatial music

Mit Bendik Giske und (mohammad) adika rahman diskutieren wir, wie sich immersive Klangumgebungen auf unsere Körper und Emotionen auswirken. Wie wird kollektives Wohlbefinden in musikalischen, physischen und digitalen Räume geschaffen? Die Musiker:innen berichten aus ihren Arbeitsprozessen für die Werke, die im Rahmen des Spatial Sound Spas entstanden sind.

Eintritt frei

Joana Tischkau / Die blaue Distanz / Andrea Vojkovska alias AKA47

In drei Installationen widmen wir uns im Arne-Jacobsen-Foyer dem Sicht-Gut-Gehen-Lassen. Mit soften und schweißtreibenden Eindrücken rutschen wir vom Gymnastikball ins Handtuch und hinein in neue ästhetische Selfcare Erfahrungen.

Tickets

Für den “spatial sound spa” in der Galerie Herrenhausen gilt die 2G-Regelung.
Weitere Informationen kannst du den FAQs entnehmen.

Dieses Event ist beendet.
Gefördert von der Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien
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